Kein Mucks von Pernkopf zum Endlager an der tschechischen Grenze elisabeth.kerschbaum@gruene.at 27.05.2009 08:39 Kein Mucks von Pernkopf zum Endlager an der tschechischen Grenze "Wenn von tschechischen Plänen für ein Atommüll-Endlagers nahe der niederösterreichischen Grenze schon zu lesen ist, dann würde ich mir doch zumindest einen Mucks vom niederösterreichischen Umweltlandesrat zum Thema erwarten" ist die Grüne Bundesrätin, Elisabeth Kerschbaum, empört. Doch Pernkopf bleibt ruhig. "Aktive Anti-Atompolitik war ja noch nie ein Markenzeichen der niederösterreichischen Landesregierung! Wer den Namen des Niederösterreichischen Anti-Atombeauftragten googelt, weiß danach nur, dass der eigentlich in Pension ist", stellt Kerschbaum fest. Befragt man die Homepage der Niederösterreichischen Landesregierung, kommt zum Thema Anti Atombeauftragter genau NICHTS. Menüpunkte zum Thema Atomkraft gibts weder unter "Umwelt", noch unter "Energie". Herr Landesrat: Bitte wachen Sie auf, bevor der tschechische Atommüll keine 100 km von der Grenze vergraben wird! Unterstützen Sie die tschechischen Bürgermeister, die sich gegen das Lager wehren - und informieren Sie die niederösterreichische Bevölkerung über AKW-Pläne, statt sie totzuschweigen", appelliert die Grün-Bundesrätin. Keine Frage: Pernkopfs Vorgänger, Ex-LR Plank, hatte genauso wenig Interesse an Anti-Atompolitik gezeigt. In einer Anfragebeantwortung aus 2008 schreibt er auf die Frage nach dem niederösterreichischen Anti-Atom-Beauftragten: "In meinem Auftrag verbleibt Dipl.-Ing. Rauter bis auf weiteres in seiner Funktion als Anti-Atomkoordinator. Grundsätzliche Aufgabe des Anti-Atomkoordinators ist die Vertretung des Landes NÖ im Sinne seiner Anti-Atompolitik – d.h. mit dem langfristigen Ziel eines atomfreien Mitteleuropas." Das letzte Informationsgespräch über Anti-Atomaktivitäten („Atomgipfel“) mit Vertretern der Landtagsklubs und NGOs fand am 22.7.2003 statt. "Offenbar hat also auch LR Plank seit 2003 keinen entsprechenden Anlass für einen Antiatomgipfel gesehen. Niederösterreichische Umweltlandesräte scheinen auf diesem Auge aus Tradition blind zu sein", so Kerschbaum enttäuscht.