Neue Regeln, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt helga.krismer@gruene.at Neue Regeln, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt Derzeit findet eine Debatte um inwieweit Ärzte Fehlbildungen von Embryos frühzeitig erkennen müssen und inwieweit sie haftbar gemacht werden sollen oder nicht (siehe dazu auch Standard-Kommentar der Anderen von heute). Diese gesellschaftspolitische Diskussion rund um Diagnosen und Therapien bei Kindern im Mutterleib (pränatal) muss geführt und geregelt werden,aber im Zuge dieser Debatte stapeln sich bei der Gesundheitsombudsfrau Dr. Helga Krismer ganz andere Bedürfnisse und Fragen: "Warum wird der erste Ultraschall nicht von der Kassa gezahlt, warum muss eine werdende Mutter Untersuchungen selber zahlen, die ihr GynäkologInnen aufdrängen? Und warum erhalten Kinder nicht rasch Therapien, wenn sie es brauchen",ist für die grüne Landtagsabgeordnete und Gesundheitssprecherin Helga Krismer ein neuer Eltern-Kind-Pass unabdingbar, denn: "Wir müssen einerseits für Kindermedizin mehr Geld in die Hand nehmen und zweitens den sozialmedizinischen Anforderungen gerecht werden. KinderärztInnen müssen die Drehscheibe sein!" Österreich hat im Vergleich zu anderen Ländern kaum gesundheitsbezogene Programme. Der Mutter-Kind-Pass aus den 1970er Jahren ist das einzige sinnvolle Programm, das endlich im Jahr 2011 ankommen muss. Für Krismer ist auch klar, falls nach einer gesellschafts- und gesundheitspolitischen Entscheidung auch pränatale Diagnosen für notwendig erachtet werden, diese im besagten Eltern-Kind-Pass sein müssen.