Martin Graf muss nach Attacke gegen Muzicant zurücktreten eva.glawischnig@g... In mein Facebook übernehmen 27.05.2009 09:42 Martin Graf muss nach Attacke gegen Muzicant zurücktreten Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf sorgt wieder einmal für Aufregung im Parlament. Anlass ist ein Kommentar in der Neuen Freien Zeitung, in dem er heftige Attacken gegen den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, reitet. Kernsatz darin: Manche fragten sich schon, ob Muzicant nicht als "Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus" bezeichnet werden sollte, zitierte Grünen-Klubchefin Eva Glawischnig aus dem Beitrag. Die Grünen brachten diese Aussage nun in einer Geschäftsordnungsdebatte an die parlamentarische Öffentlichkeit. Graf habe die Würde des Hauses und der Republik Österreich "eklatant beschädigt", forderte Bundessprecherin Glawischnig eine Verurteilung der Attacken des Dritten Präsidenten. Graf muss zurücktreten "Als Nationalratspräsident ist der Freiheitliche untragbar und muss zurücktreten", fordert Glawischnig weiter. "Viele Menschen in Österreich fühlen sich durch diese Äußerungen an den dunkelsten Teil der Geschichte unseres Landes erinnert und bedroht.""Es reicht bei weitem nicht mehr, die rechtsextremen Entgleisungen im Nachhinein pflichtbewusst zu verurteilen. Die FPÖ hat den antifaschistischen Grundkonsens längst hinter sich gelassen, auf dem diese Republik und ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter stehen", betont Glawischnig. "Alle Fraktionen, die zu diesem Grundprinzip stehen, müssen alles daran setzen, dass Graf sein Amt als einer der höchsten Repräsentanten dieser Republik nicht mehr für seine menschenverachtenden Botschaften und seine beispiellose Hetze missbrauchen darf", fordert Glawischnig.