EU-Parlament eröffnet offensiven Einstieg in ein gentechnikfreies Europa www.gruene.at In mein Facebook übernehmen 05.07.2011 14:10 EU-Parlament eröffnet offensiven Einstieg in ein gentechnikfreies Europa „Das EU-Parlament hat im Rahmen der heutigen Abstimmung zum Selbstbestimmungsrecht in Sachen gentechfreie Landwirtschaft die historische Chance für einen offensiven Einstieg in ein gentechfreies Europa genutzt“, freut sich unsere Europaabgeordnete Ulrike Lunacek. „Dabei haben die österreichischen ÖVP-Abgeordneten unseren Weckruf doch noch gehört und gegen ihre Fraktion im Europaparlament gestimmt. Damit hat sich die österreichische Strategie vorläufig durchgesetzt“, ergänzt Wolfgang Pirklhuber, unser Landwirtschaftssprecher. Heute wurde im Europäischen Parlament über einen Vorschlag der Kommission abgestimmt, ob und vor allem wie der Anbau von grundsätzlich in der EU zugelassenen Gentechnikpflanzen von nationalen Regierungen dennoch verboten werden kann. Der ursprüngliche Kommissionsvorschlag hatte wesentliche Lücken. Beispielsweise durften laut diesem wissenschaftliche Erkenntnisse über Umweltrisiken von Gentech-Pflanzen nicht als Grund für ein nationalstaatliches Anbauverbot berücksichtigt werden. Vom Umweltausschuss des Europäischen Parlaments wurden deshalb wesentliche Veränderungen, gleichlautend zum Beschluss des österreichischen Parlaments, gefordert und heute im EU-Parlament, mit 548 Stimmen dafür und nur 84 dagegen, beschlossen. Umwelt- und gesundheitsrelevante Gründe können damit in Hinkunft für nationalstaatliche Gentechnik-Verbote angeführt werden. Ausbau gentechnikfreier Regionen Sollten die EU-Mitgliedstaaten dem Parlamentsbeschluss zustimmen, ist der Weg geebnet für den Ausbau der gentechnikfreien Regionen in Europa. „Wir werden unser Ziel, Europa hundertprozentig von der Risikotechnologie Agro-Gentechnik freizuhalten mit voller Kraft weiterverfolgen. Jetzt liegt es am Verhandlungsgeschick von Bundesminister Berlakovich seine KollegInnen in den EU-Mitgliedstaaten ebenfalls vom EU-Parlamentbeschluss zu überzeugen und alles daran zu setzen, eine Mehrheit für diesen Entwurf im Umweltministerrat zu erreichen“, erläutert Pirklhuber.