Erneuerbare Energien: Gesicherte Förderangebote statt Schnäppchenjagd für Förderprofis - Die Grünen Niederösterreich elisabeth.kerschbaum@gruene.at Erneuerbare Energien: Gesicherte Förderangebote statt Schnäppchenjagd für Förderprofis Wie sich beim Förderungschaos für Photovoltaikanlagen über den KLIEN gezeigt hat, würden die ÖsterreicherInnen gerne viel mehr in Erneuerbare Energien investieren, als ihnen das die Politik derzeit erlaubt. Nur ein Fünftel der an einem Tag eingereichten Förderanträge konnte bewilligt werden! Für die anderen heißt es: „Warten auf bessere Zeiten“, denn der Fördertopf ist leer. „Die KLIEN-Aktion war ein Tropfen auf dem heißen Stein. Um den Boom auf Photovoltaikanlagen voranzutreiben braucht Österreich dauerhafte und nachhaltige Förderangebote mehr denn je“, ist Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum von den Grünen überzeugt. „Statt einer Schnäppchenjagd für Förderprofis sollte die Bundesregierung jetzt endlich ein gesichertes Angebot für an Photovoltaik interessierte BürgerInnen machen! Dazu brauchen wir gesetzliche Grundlagen, die eine effiziente und langfristig planbare Förderung garantieren“, fordert Kerschbaum. Dass das österreichische Ökostromgesetz – auch nach Inkrafttreten der letzten Novelle – insbesondere durch niedrige Einspeisetarife und kurze Laufzeiten glänzt, ist für Kerschbaum ein unerträglicher Zustand. "Heimischen Anlagenhersteller, die nach wie vor in erster Linie auf Exporterlöse angewiesen sind, brauchen endlich auch Ökostromboom, wie ihn z.B. das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) in Deutschland ausgelöst hat! Das, in Deutschland seit 6 Jahren erprobte, EEG hat bisher 250.000 Arbeitsplätze geschaffen und 45 Mio Tonnen CO2 eingespart. Österreich hat diesen Boom bisher verschlafen", so die Grüne Bundesrätin bestimmt. Die unerreichbar scheinenden Klimaschutzziele fordern, dass Österreich aufwacht! Kerschbaum begrüßt deshalb den Vorstoß des oberösterreichischen Umweltlandesrates, Rudi Anschober, der per Petition eine Übernahme des deutschen EEG auch in Österreich fordert. Ähnliches Engagement des niederösterreichischen Umweltlandesrates Pernkopf würden sich viele NiederösterreicherInnen wünschen. Dieser hält sich mit seinen diesbezüglichen Forderungen aber sehr zurück. Offenbar ist LR Pernkopf schon zufrieden damit, dass die EU nun doch die letzte Ökostromgesetznovelle genehmigt hat. „Doch auch die niederösterreichischen Klimaschutzziele sind nur durch verstärkte Anstrengungen im Bereich der Erneuerbaren Energien erreichbar. Es würde daher auch dem niederösterreichischen Landesrat gut anstehen, die Forderungen seines oberösterreichischen Kollegen zu unterstützen. Die Petition Anschobers kann unter http://www.anschober.at/ von jedermann und jederfrau, also auch von Pernkopf, unterzeichnet werden“, so Kerschbaum abschließend.