Länderkompetenzen: Schauspiel der LH-Pröll-VP lähmt Bildungspolitik emmerich.weiderbauer@gruene.at 21.11.2010 17:16 Länderkompetenzen: Schauspiel der LH-Pröll-VP lähmt Bildungspolitik Der grüne Bildungssprecher des NÖ Landtags, Emmerich Weiderbauer, kann dem Schauspiel der ÖVP Niederösterreich rein gar nichts abgewinnen: Im Gegenteil -je länger das Theater der ÖVP Niederösterreich dauert, desto mehr verzögern sich wichtige Reformen - und das verurteilt der grüne Bildungssprecher zutiefst: "Landeshauptmann Pröll hat sich vorgenommen, sich an der eigenen Partei dafür zu rächen, dass er nicht als Bundespräsidentschaftskandidat antreten durfte - als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz hat er daher keine Gelegenheit ausgelassen, seine VP-Kollegen der Bundespartei vorzuführen, ihnen seinen Willen aufzuzwingen und reformwillige SPÖ-Minister zu attackieren", hält Weiderbauer fest. Welchen Nutzen Prölls Vorgehensweise für die Bevölkerung haben soll, ist allerdings vermutlich nicht nur den Grünen unklar. In Bezug auf eine dringend notwendige, ernstzunehmende Bildungsdebatte erinnert Weiderbauer daran, dass die ÖVP seit Jahren die Bildungsblockierer per se sind. "Eine reformfreudige SPÖ-Ministerin passt daher nicht ins ÖVP-Konzept. Um vom eigenen Scheitern abzulenken, beflegelt die LH-Pröll-ÖVP jene, die sich ihnen in den Weg stellen und nicht spuren", so Weiderbauer, der als Landtagsabgeordneter in Niederösterreich dieses Spiel der LH Pröll-VP schon zu gut kennt. Man nehme nur das Bundesmodell der neuen Mittelschule - auch hier genießt es Landeshauptmann Pröll mit einem eigenen Schulmodell auszuscheren und dem Bund zu signalisieren: ,Macht ruhig eure Gesetze und Reformen, ich mach trotzdem, was ich will' - "das ist kindisches Verhalten", so Weiderbauer. Der grüne Bildungssprecher weist darauf hin, dass es in der Bildungsfrage vorrangig um eine Lösung für die SchülerInnen und LehrerInnen gehen muss: "Eitelkeiten von Landesfürsten sind nebensächlich. Hauptsache ist, dass jedem Kind gleiche Chancen auf eine gute Bildung geboten wird. LehrerInnen brauchen für ihre Arbeit starke politische Partner im Rücken - keine machthungrigen Politiker ohne Blick fürs Wesentliche", so Weiderbauer, der den Reformwillen der SPÖ-Ministerin Schmied begrüßt und das Theater von LH Pröll ablehnt. "Bleibt zu hoffen, dass die SPÖ dieses Mal nicht klein bei gibt", so der grüne Landtagsabgeordnete Emmerich Weiderbauer abschließend.