Eingesessene Betriebe in NÖ gefährdet emmerich.weiderbauer@gruene.at 18.06.2009 11:03 Eingesessene Betriebe in NÖ gefährdet Trotz der letzten Novellen des NÖ Raumordnungsgesetzes und dem hohen Mitteleinsatz zur Förderung der Nahversorgung mittels NAFES, Regionalförderung aber auch Initiativen von im Landtag vertretenen Parteien, ist der Wildwuchs der Einkaufzentren nicht eingedämmt worden. Das neue Gesetz schränkt den Neubau an Verkaufsflächen in der Peripherie entscheidend ein und gestattet nur mehr in der Zentrumszone die Neuerrichtung und Vergrößerung von Verkaufsflächen - ohne Einschränkung. Viele Gemeinden reagieren darauf und erweitern ihre Zentrumszonen mit dem Einverständnis des Landes Niederösterreich. Damit ist es möglich, enorme Flächen in der Nähe der bereits bestehenden, oft alt eingesessenen Betriebe zu errichten und damit deren Existenz zu gefährden. Alleine die im Grünen-Resolutionsantrag (der im Rahmen der Budgetsitzung im Landtag eingebracht wurde) angeführten drei Städte (Stockerau, Melk, Zwettl sollen in den nächsten Jahren rund 40.000 m² Verkaufsflächen zusätzlich bekommen. Die damit entstehende Verkehrsproblematik und die Vernichtung bestehender Handelsbetriebe bleiben dabei außer Acht. "Genau diese Aspekte haben uns Grüne im NÖ Landtag veranlasst einen Resolutionsantrag zu diesem Thema zu stellen, der leider von ÖVP und SPÖ abgelehnt wurde und somit keine Mehrheit fand - Hilfe seitens des Landes in Form eines Regelwerks gibt es also nicht. Die AnrainerInnen werden mit den Problemen allein gelassen", so der Grün-Abgeordnete Emmerich Weiderbauer.