Arbeitslosigkeit: Beschwichtigungen helfen niemanden birgit.schatz@gru... Arbeitslosigkeit: Beschwichtigungen helfen niemanden "Es ist nachzuvollziehen, dass Minister Hundstorfer gute Stimmung verbreiten will, aber die Daten bestätigen, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist. Die bisherigen Arbeitmarktpakete dämpften das Ärgste zwar ab, aber ihre Wirkung wird sich im Laufe der nächsten Monate noch mehr relativieren. Wirklich strukturveränderende Maßnahmen hat die Regierung nicht gesetzt und tut es auch jetzt nicht. Das ist ein Fehler, der den Arbeitmarkt aber auch den Wirtschaftsstandort Österreich noch sehr belasten wird", erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zum jüngsten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Die Betroffenen haben keine Zeit Das Verhandlungs-Hin-und-Her der Regierung führe zu kleinsten gemeinsamen Ergebnissen, die jetzt einfach nicht genug sind. "In der Krise müssten beide Koalitionspartner an einem Strang ziehen und eine klare Strategie fahren. Tatsächlich möchte die ÖVP aber sogar jetzt noch mehr für die Wohlhabenden herausholen und die SPÖ um jeden Preis in der Regierung bleiben. Draufzahlen die, die ihren Job verloren haben, auf Schulden sitzen und auf einen Neustart angewiesen wären", warnt Schatz vor weiterem Zögern. "Wo bleibt eine Arbeitzeitverkürzung? Wo engagiert sich Hundstorfer im Bereich experimenteller Arbeitmarktpolitik? Und wo bleibt eine Anhebung des Arbeitslosengeldes und eine existenzsichernde Mindestsicherung? Die Regierung nimmt sich zuviel Zeit, die die Betroffenen aber nicht haben. Wir bräuchten einen Krisengipfel, um die besten Wege in eine Zukunft nach der Krise zu finden und die ersten Schritte dorthin zu tun," fordert Schatz abschließend.