zu Amnesty-Kritik: Regierung macht AsylwerberInnen immer rechtloser alev.korun@gruene.at zu Amnesty-Kritik: Regierung macht AsylwerberInnen immer rechtloser "Für die Bundesregierung bedeutet Verfahrensbeschleunigung bei Asyl möglichst kurzen Prozess mit AsylwerberInnen zu machen", erklärt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, und schließt sich der Kritik von Amnesty International zur Situation von AsylwerberInnen in Österreich an. "Die Rechte von AsylwerberInnen wurden durch die Regierung in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt. Der Wegfall der Beschwerdemöglichkeit beim Verwaltungsgerichtshof ist eine massive Rechtsbeschneidung für AsylwerberInnen und verletzt somit das Recht auf ein faires Verfahren", so Korun weiter. Auch der dadurch unverhältnismäßig belastete Verfassungsgerichtshof (VfGH) beklagt sich über diesen Zustand. "Für die Innenministerin und den Bundeskanzler ist das aber offensichtlich nicht der Rede wert. Die Folge ist, dass schlampige oder falsche Entscheidungen des Asylgerichts nur mehr durch den völlig überlasteten VfGH korrigiert werden können. So wurde vom Asylgericht etwa bei einer in ihrer Heimat von Polizisten vergewaltigten Asylwerberin aus Kamerun einfach die Bedrohung bei etwaiger Heimkehr nicht geprüft", kritisiert Korun. "Obwohl die EU vorschreibt, dass Regierungen unabhängige und kostenlose Rechtsberatung sicherstellen müssen, trägt die Innenministerin diese scheibchenweise ab. Somit verletzt die Innenministerin die EU-Verfahrensrichtlinie und die EU-Grundrechtscharta", so Korun.